Archive for Juni, 2010

Wenn dir mal wieder ein Vogone gegenüber sitzt…

Freitag, Juni 25th, 2010

Ach ja, Ämter. Anträge gehen verloren, werden wieder gefunden, dann in einem anderen Zuständigkeitsbereich wieder verlegt. Natürlich hat man in solch einem Fall den Antrag überhaupt nicht eingereicht oder er wurde venichtet, weil man die doppelkantige Schuppschlimmkloppschlapp-Zeile nicht ausgefüllt hat, die darüber entscheidet, wer den Zuständigkeitsbereich über die doppelkantige Schuppschlimmkloppschlapp-Zeile überhaupt hat. Füllt man diese Zeile nicht aus, dann ist der gesamte Antrag ohne Zuständigen und befindet sich somit nicht im Kosmos der Sachbearbeiter.

Spätestens, wenn man nicht weiß, wo man das richtige Kreuz, das dann über seine finanzielle Zukunft entscheidet, unter gefühlten zwei Millionen Auswahlmöglichkeiten machen muss, dann weiß man, was an einem Haar Aufgehängte über einem Becken aus grünem Schleim Baumelnde erleiden müssen. Und wenn mich dann noch der Sachbearbeiter mit seinem genialen Grinsen, das eine Mischung zwischen Bohnenstil und Karpfen ist, dann stelle ich mir vor ich sitze einem Vogonen gegenüber und die Welt ist schon ein bisschen leichter:



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Ratgeber: „Ich sprüh dir eine Prise Glück“ von Dr. Anna

Freitag, Juni 18th, 2010

Es ist DER neue Ratgeber, der eigentlich in keinem Haushalt fehlen sollte. Ein weiteres Buch also, dass durch bloßes Durchlesen unser Leben ein Stück ändern kann und das uns ähnlich effektiv wie das Finanzamt hilft, unsere Probleme in den Griff zu bekommen. „Ich sprüh dir eine Prise Glück“ ist ein weiterer, millionenfach verkaufter Meilenstein der erfolgreichen bestselling Bestseller-Autorin Dr. Anna.

Unglaublich, aber wahr, es soll noch Menschen geben, die in ihrer eigenen Wohnung oder ihrem eigenen Haus leben können, ohne diese bzw. dieses durch wohlriechende Gerüche zu einer Wohlfühloase zu machen. Nehmen wir alleine mal den Wunderbaum, eine der wohl bedeutendsten Erfindungen der Menschheit, der uns tagtäglich mit seinen sanften Brisen in eine bessere Stimmung versetzt. Was wäre das Automobil ohne diesen kleinen Zusatz?

Auch Duftlampen, Öle und natürlich die wunderbaren Raumsprays haben unsere Welt zu einem schöneren Ort gemacht und dank modernster Technik versprühen sie ihren Duft inzwischen wie durch Zauberhand von alleine. Da mag man doch kaum glauben, dass es Menschen gibt, die sich diesem Fortschritt verweigern und es für ausreichend halten ihre vier Wände durch ein geöffnetes Fenster mit „frischer Luft“ zu versorgen.

Man sollte diese sogenannten „Airies“ aber nicht zu schnell verurteilen, denn so ähnlich wie die „Messies“ leiden sie unter einem Zwang. Sie haben das irrationale Gefühl, bei jedem Kubikmeter Luft, den sie durch das Fenster austauschen, ein Stück Lebensenergie zu bekommen. Ein Zwang, von dem man sie nur durch professionelle Hilfe befreien kann.

Und genau diese Hilfe verspricht die geniale Dr. Anna in ihrem gut verkauften Beststeller, der schon mehrfach über etliche Ladentheken gewandert ist. Durch einen Persönlichkeitstest und wertvolle Tipps versucht sie den Betroffenen einen Weg aus der Krise zu zeigen. Natürlich werden dabei auch die verschiedenen Sternzeichen berücksichtigt, denn jeder Airie ist da natürlich anders und durch sein Geburtsdatum bestimmt.

Absolut lesenswert auch für Nichtbetroffene, da es ihnen hilft diese Menschen besser zu verstehen…

Ach ja, und eines wollen wir an dieser Stelle natürlich nicht verschweigen, die Beweise verdichten sich, dass Dr. Anna nur ein Pseudonym ist und sich hinter ihr der herausragenste Experte unserer Zeit, Jupp Heidevomzumwinkel, verbirgt… Wenn das stimmt, wäre das eine absolute Sensation!



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T. (Tag 2)

Donnerstag, Juni 17th, 2010

(Gastbeitrag von gentle.rocker) (Tag 1 siehe hier.)

me: Hallo, Ich bin es mal wieder.

T.: Guten Tag! Sobald eine Leitung für Sie frei wird, werden wir Sie an einen unserer fleißigen Mitarbeiter durchstellen, haben Sie nur einen kurzen Moment Geduld! (mehr …)



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Monty Python: „Ministry of Silly Walks“

Freitag, Juni 11th, 2010

Muss man dazu noch viel sagen? Also, geht alle auf die Ämter, renkt eure Kniescheiben aus, kugelt eure Gelenke aus und kriecht, schlurft, hüpft und tänzelt über die Büroflure. Wenn man schon gerade im Irrenhaus ist, sollte man sich auch so benehmen:


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Hilfe, ich bin eine Nummer im System! Aber welche?

Freitag, Juni 4th, 2010

Die Welt wurde von einem Mathematiker erschaffen, zumindest die Welt der Bürokratie. Zahlen sind ja auch viel unkomplizierter als Buchstaben, vor allem, wenn es so viele Zahlen sind! Unser beamtischer Schöpfungsmythos scheint sich einzig und allein um geheime Codes zu drehen, die nur wenige wirklich verstehen werden. 10101110010110 Strom ein, Strom aus. Mensch an, Mensch aus.

Nur leider funktionieren unsere Nummern immer noch etwas anders. Bei jeder Behörde hat man eine andere Nummer, bei jedem Behördenbesuch muss man eine Nummer ziehen. Sie tanzen uns um den Kopf, sie tanzen uns im Kopf und dieser Kopf ist eigentlich mit Wörtern gefüllt. Zahlen ohne Sinn und mit Recht ohne Verstand, wobei manche dieser Zahlen scheinen ein merkwürdiges Eigenleben zu entwickeln.

Wenn man nachts ganz leise ist, kann man die Zahlen in den Aktenschränken flüstern hören. Sie verbünden sich zu noch mehr kleineren Zahlen. Sie kommen auf uns zu. Es gibt kein Entrinnen. Wir verheddern uns in Telefonnummern, Steuernummern, Identifikationsnummern, Rechnungsnummern, Tischnummern, Platznummern, Nummernummern… Am Ende werden wir nur noch kleine Nummern von großen Nummern sein und in einem Nummernparadies leben, in denen Zahlen und Ziffern die Herrschaft haben. Wir werden in Nummernhausen, im Zahlenbezirk leben und vom großen Zifferus Kennungsnummerus regiert werden. Heil dir! Es ist bereits zu spät! 10101110010110 Strom ein, Strom aus. Mensch an, Mensch aus.


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Wir werden sie vermissen

Dienstag, Juni 1st, 2010

(Gastbeitrag von draingirl) Martina war langweilig und so surfte sie ein bißchen im Internet. Dabei stieß sie auf eine Seite, die sie schon lang nicht mehr besucht hatte. HappyFacebook. Früher hatte sie dort einen account und sie wurde etwas wehmütig. Sie wollte doch wieder neue Freunde kennen lernen und mit alten Freunden in Kontakt bleiben, sogar welteit! Also beschloss sie, sich wieder einen account zuzulegen. Wieder landete sie bei Schritt eins: „Füge Freunde hinzu“

Gut. Happy Facebook schlug ihr auch prompt zwei Personen vor. Eine davon kannte sie tatsächlich. Sie war früher mit dieser Person auf HappyFacebook befreundet. Komisch. Woher wusste das HappyFacebook? Konnte HappyFacebook etwa hellsehen? War Happyfacebook ein
übernatürliches Web-Intelligenz-hybrid? Nun ja. Martina wollte sich nicht mit solch unhappy Gedanken aufhalten und fuhr in der Anwendung fort.

Im nächsten Schritt schlug HappyFacebook vor, ihr e-mail-Konto nach angemeldeten Freunden zu durchsuchen. Menschen, die noch nicht bei der Partei äh HappyFacebook waren, sollte sofort rekrutiert werden. Hmm…sie beschloss, das Freunde hinzufügen auf später zu verschieben.

Nun sollte sie angeben welcher Schule oder Hochschule sie angehört oder welchen Arbeitgeber sie hat. Das alles dient natürlich der Freundesfindung, die ja das Hauptziel von HappyFacebook ist.“ Ja ja“, dachte sich Martina „immer mit der Ruhe“. Man soll ja nichts überstürzen. Also auch diesen Schritt überspringen und vielleicht endlich zum eigenen Profil gelangen? Nein, denn HappyFacebook legte ihr noch einmal nahe, doch ihren lieben Freund von früher in ihre Freundesliste aufzunehmen.

Also noch einmal Hürdenspringen, schnell ein Foto hochgeladen und vielleicht endlich am Ziel. Schnell noch die e-mail-adresse bestätigen und…Herzliche wilkommen Martina Mist! steht da in fröhlichen HappyFacebook-Farben. Juhuu! Endlich konnte sich Martina hemmungslos vernetzen. Aber inzwischen war sie so ausgelaugt, dass sie gar keine rechte Lust mehr auf noch mehr Arbeit hatte. Vielleicht sollte sie das doch lassen mit diesem HappyFacebook. Außerdem hatte sie böse Gerüchte gehört, HappyFacebook habe die Rechte an alle ihren Bildern in ihrem Profil. Sie glaubte diesen Gerüchten nicht so recht und was da in Artikel 2.1 stand, verstand sie auch nicht so ganz.

Also machte sie sich daran, ihr Konto zu löschen. Bei ihren HappyFacebook Kontoeinstellungen fand sie aber die zauberhafte Option „Konto löschen“ nicht, sondern nur „Konto deaktivieren“. Jaaa…wie war das denn noch mal vor ein paar Jahren? Wie hatte sie es nur geschafft, ihr Konto bei HappyFacebook zu löschen? Mal im Hilfebreich nach „account löschen“ suchen. Jaa! Dort wurde ihr doch tatsächlich ein link angeboten, der ihr zur Auslöschung ihres HappyFacebook Accounts verhelfen sollt, natürlich erst nach einem langen Text, der ihr nochmal erklärte, wie viele Vorteile es doch habe, ihren Account nur zu deaktivieren, anstatt ihn ganz zu löschen. Wie rücksichtsvoll von HappyFacebook, sich so um sie zu bemühen.

Aber Martina entschied sich dafür, nicht wieder mit so einer Webidentität anzufangen und mit Menschen befreundet sein, die im richtigen Leben nie mit ihr gesprochen hatten, zu Schulzeiten beispielsweise. Ein Klick auf „Anfrage senden“, noch ein letztes mal das Passwort eingeben und gelöscht sein! Nein! Noch nicht ganz, denn dieser Vorgang dauerte 14 Tage. „Hoffentlich werde ich nicht wieder schwach“, dachte sich Martina, denn dann wäre der Löschvorgang aufgehoben und HappyFacebook wäre happy darüber, einen Jünger behalten zu dürfen.


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