Archive for August, 2010

Ratgeber: „Sei dein eigener Tank“ von Barbara Hane-von-Büchen

Dienstag, August 31st, 2010

Ratgeber geben uns einen Rat und sind deshalb ratsam. Sie haben unser Leben bis schon fast ins unerträglich Schöne verbessert, es bis in die kleinste Faser unseres Körper optimiert. Endlich wissen wir, was Glück ist! Da man aber nie glücklich genug sein kann, obwohl die bisherigen Ratgeber uns da natürlich schon viel geholfen haben, möchten wir euch, den geschätzten Lesern, heute ein weiteres Meisterwerk zum Thema gelungene Lebensführung ans Herz legen:

„Sei dein eigener Tank“ von Barbara Hane-von-Büchen hat gute Chancen andere Dauer-Bestseller wie „Das Leben ist ein Gartenschlauch“ oder „Ich sprüh dir eine Prise Glück“ abzulösen bzw. sich freundschaftlich in diesen Olymp einzureihen.

In „Sei dein eigener Tank“ beschäftigt sich die Autorin Barbara Hane-von-Büchen, dir so manch einer vielleicht aus der Lebenshilfe-Kolumne im Magazin “ Klothilde“ kennt, mit einem wirklich essentiellen Thema, das vorher nur selten behandelt wurde: Wie werde ich im Leben glücklich? Frau Hane-von-Büchen hat hier ihr ganz eigenes originelles Rezept: Stell dir vor, du wärst ein Tank und könntest all die schönen Momente in deinem Leben in dir aufsammeln. Dort liegen sie gut gespeichert und sind jederzeit abrufbar.

Ab und an entnimmt man sich dann eine Ladung Treibstoff aus dem eigenen Tank, besonders wenn es einem schlecht geht. In dem Buch findet sich dann noch ein Persönlichkeitstest, ob man eher ein Benzin-Tank, ein Öl-Tank oder etwa ein Milch-Tank ist. Schritt für Schritt wird man an die richtige Dosis Treibstoff herangeführt, wie man diese Ressource fördert und wie man eine emotionale Umweltkatastrophe verhindert.

In diese wunderschönen und poetischen Metaphern gekleidet, sollte jeder das Prinzip Glück verstehen. Also, denkt daran, „Seid euer eigener Tank“!



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Datenpanne bei Schlecker: Kundeninformationen frei zugänglich

Freitag, August 27th, 2010

Mal wieder eine Datenpanne und das ausgerechnet beim Drogerie-Konzern Schlecker, der in letzter Zeit durch Dumping-Löhne und nicht ganz koschere Anstellungsverfahren in die Kritik geraten ist. Nun wurde bekannt, dass vergangene Woche über 150.000 Kundendaten offen im Netz verfügbar waren.

Aufgrund einer Sicherheitslücke ist eine Kundendatenbank ins Netz gelangt und war so von jedem normalen PC aus abrufbar. Betroffen waren Datensätze von Schlecker-Online-Kunden, sowie Newsletter-Abonennten. Bei über 150.000 Kunden konnte man frei Name, Adresse, Alter, Geschlecht, E-Mail-Adresse und Kundenprofil einsehen.

Das war aber noch nicht alles: Hinzu kamen 7,1 Millionen E-Mail-Adressen von Schlecker-Newsletter-Abonennten. Noch pikanter: Unter den Kunden waren auch das Bundesfinanzministerium, der SPD-Parteivorstand, die Allianz-Versicherung und das Bundesverwaltungsgericht. Schon interessant, dass die bei solch einem mehr als umstrittenen Unternehmen wie Schlecker Kunden sind…

Schlecker gibt an,  das Problem sei bereits gelöst und die Betroffenen würden bald umfassend informiert. Na dann, das wird so manch einem auch nichts mehr nützen…



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Hol dir deinen persönlichen Bürokraten als App aufs Handy

Dienstag, August 24th, 2010

Du bist die Ausfüllerei von Formularen und Anträgen leid? Du kannst all das nicht mehr sehen und verstehst nur noch Bahnhof? Dann hol dir deinen persönlichen kleinen Bürokraten als App auf dein Handy. Dieser kleine Wichtel wird für dich alle Arbeiten erledigen, denn Apps lösen schließlich all unsere Probleme…

Leg all deine wichtigen Formulare ruhig in seine Hände. Er macht das schon. Du musst ihm nur vertrauen. Bei der Bürokratie geht nichts ohne Vertrauen! Beschwer‘ dich am Ende nicht, dass du keinen Überblick mehr über alles hast, denn du wolltest das Ganze ja loswerden.

Dafür belohnt dich der kleine Bürokrat aber auch mit jeder Menge Freizeit, die du in sinnvollere Dinge investieren kannst. Wer kein Smartphone hat, kann sich den kleinen Bürokraten übrigens auch im Miniformat für die Schreibtischschublade holen. Diesen musst du dann allerdings regelmäßig mit Zahlen füttern, damit er nicht eingeht. Auch hier gilt die wichtigste Regel: Nicht beschweren, das mag der kleine Bürokrat gar nicht!



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Google Street View – Einspruch einlegen!

Freitag, August 20th, 2010

Es ist das Thema überhaupt in den Medien derzeit: Google fährt mit seinen Kamera-Wagen durch die Republik um die gesamten Straßenzüge ins Netz zu stellen. Die Menschen werden mit ins Netz gestellt, egal ob in einer unvorteilhaften oder schmeichelhaften Pose. Datenschützer schlagen zurecht Alarm.

Noch kann man als Bürger reagieren: Wer nicht will, dass sein Haus im Netz landet kann Widerspruch einlegen. Dies muss jedoch bis zum 15. Oktober diesen Jahres geschehen (die Frist wurde verlängert!), danach hat man keinen Anspruch mehr auf Unkenntlichmachung. Auf der Homepage von Google Street View, per Mail oder per Post kann man sich wehren. Vordrucke und den Link findet ihr hier

Bei all dem Gerede von Google Street View vergessen die meisten nur, dass Google von uns allen tagtäglich Daten sammelt. Und die sind meist verfänglicher als ein bloßes Pinkelbild an Nachbars Gartenzaun! Gleichzeitig hält der Konzern uns alle wohl für dumme kleine Kinder, wie man am folgenden Werbevideo für Google Street View sehen kann. Ja, wir wissen, was eine Kamera ist…


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Ich sehe was, was du nicht siehst – Oder: Die Erschaffung der Bürokratie

Freitag, August 13th, 2010

Am Anfang waren die Menschen wüst und leer. Irgendwann krochen sie alle aus den Löchern dieser Erde und reckten sich gen Sonne. Eine Spezies war jedoch geboren, ihr Wesen allein zu ewiger Finsternis verdammt. Als die Menschen um die Plätze an der Sonne kämpften und sie auch langsam alle besetzt hatten, waren die Bürokraten immer noch damit beschäftigt zu diskutieren, welches Formular sie für einen Antrag zum Platz an der Sonne ausfüllen mussten. So blieben sie ewig auf einem Auge blind.

Mit diesem Schicksal geschlagen, zogen sie sich in ihre Büro-Höhlen zurück und schmiedeten Pläne, die anhand von Unstimmigkeiten nie zur Ausführung kommen sollten, erfanden irrwitzige Formulare, um sich wenigstens ein bisschen Freude in einer trostlosen Umgebung zu schaffen, und fingen an Bandansagen für Hotlines zu entwerfen um ihr volles kreatives Potential auszuschöpfen.

Irgendeine Macht im Universum muss mit den Bürokraten solch ein Mitleid gehabt haben, dass sie ihnen zu mehr Selbstbewusstsein verhelfen wollte. Sie sollten also die Geschicke der Menschen verwalten. Zu Beginn lief das noch ganz gut, doch dann wurden die Bürokraten von ihrem Sein überwältigt. Sie zwangen die Menschen ebenfalls die irrwitzigen Formulare auszufüllen und sich ihre kunstvollen Bandansagen anzuhören. Die Bürokraten konnten die Unmut der Menschen über solch spaßige Beschäftigungen gar nicht nachvollziehen und so wuchs die Kluft.

Das Schlimmste aber war, da die Bürokraten auf einem Auge blind waren, sahen sie nie, was neben ihnen passierte und so kam es, dass der eine nicht wusste, was der andere tat…  So nahm das Elend, das wir alle kennen, seinen Lauf. Und wenn sie nicht verwaltet wurden, verwalten sie noch heute…


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Gefangen in der Servicewüste – Hört mich jemand?

Freitag, August 6th, 2010

Hallo, ist da jemand?! Ich bin hier ganz schön alleine, ich weiß nicht genau, wo ich bin. Irgendwo zwischen Paragraph 2 im dritten Absatz bin ich falsch abgebogen und finde nun nicht mehr zurück. Bisher habe ich versucht mit dem Telefon an Hilfe zu kommen, doch irgendwie kann ich dort nur mit Computern sprechen, die mich nicht verstehen.

Hallo, Echo! Gott, das hallt aber ganz schön zurück. Von allen Seiten her scheint es zu kommen. Irgendwo müssen da versteckte Wände, versteckte Hürden sein, aber ich sehe sie noch nicht. Ich glaube, ich bin hier in der Servicewüste gefangen.

Langsam bekomme ich Durst, die Luft ist hier so trocken. Meine Kehle kann bald kein Wort mehr sprechen, denn sie weiß auch schon gar nicht mehr was. Und dann sind da noch ständig diese Geräusche: Aus jeder Ecke kommt ein seltsames Gemurmel, aus der einen flüstert es Zahlen, aus der anderen Vorschriften, die ich nicht verstehe. Und dann gibt es da noch eine Ecke, da scheint sich jemand in Zeilen und Absätzen so verwickelt zu haben, dass er hier zugrunde gegangen ist.

Ich will nicht das selbe Schicksal erleiden! Bei einer einzigen Hotline bin ich durchgekommen und die haben mir eine Hilfestellung auf seltsame Weise zukommen lassen. Nur, dass ich auch diese Hilfestellung nicht verstehe. Was wollt ihr bloß von mir und wie komme ich hier wieder heraus?

GAR NICHT! Dröhnt es von oben…


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