cc by flickr/ thomaswanhoff

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Ach jaaa, die zahlreichen und abertausenden Apps haben uns das Leben schon ganz schön erleichtert, ob man nun sein Handy als Wasserwaage benutzt oder sich auf einer Karte den Weg zur nächsten öffentlichen Toilette anzeigen lässt. Was wären wir nur ohne Apps?

Selbst den Tod erleichtern sie uns ab jetzt, denn auch die Bestattungsindustrie wartet mit so mancher technischen Spielerei auf. Wie wäre es mit der Letzte-Worte-App? Sie registriert den Zeitpunkt des eigenen Todes und haucht dann für einen ein paar geistreiche letzte Wörter. Vorbei, dass die letzten Worte Dinge wie „Warte…“, „So ein Scheiß“, „Nimm das Kissen von meinem Gesicht“ oder „Was macht das Klavier über meinem Kopf“ sind. Mit der Letzte-Worte-App kann man sich sicher sein, geistreich und philosopisch bedeutend diese Welt zu verlassen.

Auch wenn man zu unkreativ für einen eigenen Grabstein-Text ist, gibt es dafür eine App. Hier muss man leider damit leben, dass die Inschrift auf dem Grabstein von Coca-Cola, Burger King oder dem Dritten Weltkrieg gesponsort wird, aber wir alle sind ja Werbung gewöhnt…

Versüßen sie sich also das eigene Ableben durch die tollen Apps der Bestattungsindustrie!


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Ändern Sie Ihre Einstellungen!

By Nina | Filed in Organisationen
cc by flickr/ Max Braun

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Hallo hier spricht das System ihrer sozialen Kommunität. Wir müssen Ihnen leider mitteilen, dass Ihre Einstellungen nicht mehr aktuell sind. Wenn Sie also weiterhin wissen wollen, was Ihre Freunde machen oder Ihre Ansichten mit der Welt teilen wollen, dann müssen Sie jetzt Ihre Einstellungen aktualisieren.

Dazu gehen Sie am besten in Ihr eigenes Hauptmenü, das Sie im Laufwerk :Hirn finden und ändern dort Ihre aktuellen Einstellungen. Kommen Sie dem nicht innerhalb der nächsten 48 Stunden nach, müssen wir Sie leider als ungültig einstufen.

Dann werden sie der sozialen Kummunität verwiesen und dürfen erst mit aktuellen Einstellungen zurückkommen. Vergessen Sie also nicht immer up to date zu bleiben. Wenn Sie zu einem Einstellungs-Update aufgefordert werden, sollte Sie dem auch nachkommen!


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Wir alle vernehmen ab und an ein Klingeln, öffnen und haben dann Menschen von Angesicht zu Angesicht vor uns, die uns frohe Kunde über die neuesten Errungenschaften des deutschen Unternehmertums bringen. Dazu mal wieder ein echter Klassiker von Loriot:


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Die Evolution 2.0 hat uns Menschen wunderbare Errungenschaften gebracht. So fällt uns das Gehen leichter, unsere Kommunukationswege haben sich verbessert und wir haben nach und nach Hilfen und Anwendungen für alle Lebenslagen entwickelt. Doch so viel Fortschritt kann natürlich auch überfordern und hat rechtlich seine Tücken.

So sind die Verhaltensregeln in öffentlichen Bereichen zum Beispiel anders als im Privaten. Das Thema des Atmens ist hier besonders heikel. Immer mehr Menschen sind vor allem in beruflicher Hinsicht verunsichert wie sich die Vorschriften und Regeln des öffentlichen Atmens in den letzten Jahren verändert haben.

Im Zuge einer beruflichen Weiterbildungsmaßnahme, aber auch für privat Interessierte, gibt es inzwischen eine Vielzahl von Seminaren und Workshops, die hier Abhilfe schaffen. Das Seminar“ Atmen in öffentlichen Räumen“ der Air Company zum Beispiel ist eine gute Möglichkeit um vom Breath 2.0 nicht überfordert zu sein. Nicht, dass Ihre Kinder Ihnen einen Schritt voraus sind!

Die Air Company blickt auf eine lange Tradition zurück: Vor 2,5 Milliarden Jahren hat Hans Proterozoikum sie gegründet. Am Anfang noch auf Sauerstoff spezialisiert, wurde sie schnell bei den ersten Lebewesen Trend bis sie schließlich von Franz-Herbert Humaoid übernommen wurde.

Nach diesem Seminar sollte jeder zum Thema „Atmen in öffentlichen Räumen“ Bescheid wissen, denn es werden nicht nur generelle Fragen zum Breathe-In und Breathe-Out beantwortet, sondern auch zur Methode des gegenseitigen Anhauchens.

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Heute mal ein kleines bisschen Werbung in eigener Sache. Wir sind gerade dabei eine noch (!) kleine, aber feine Community aufzubauen. Sie trägt den Namen „Die Revoluzzer“ und will eine Art sinnvoller Gegenentwurf zu Facebook sein (Ja, wir stapeln mal hoch 😉 ).

Auf dieser Seite wollen wir allen Andersdenkenden, Organisationen, Protestlern und Co. ein Forum bieten und vor allem die Möglichkeit sich zu Demos und Co. zu organisieren.

Die Idee hinter „Die Revoluzzer“ ist einfach: Momentan bewegt sich etwas in unserem Land, ob nun die Proteste gegen die Laufzeitverlängerung der AKWs oder Stuttgart 21. Noch demonstrieren jedoch alle Interessengemeinschaften einzeln. Wir wollen mit „Die Revoluzzer“ eine Plattform schaffen um den Protest etwas größer zu organisieren. Warum tun sich nicht alle Gruppen zusammen unter einem größeren Ziel, wie zum Beispiel allgemeine Aktionen gegen die Wirtschaft an sich?

Wenn ihr euch auch engagieren wollt oder dies schon tut, würden wir uns freuen euch bei „Die Revoluzzer“ begrüßen zu dürfen! Noch sind wir in der Beta-Phase und klein, wachsen können wir nur zusammen!

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Wenn wir uns im alltäglichen Service-Dschungel versuchen zurechtzufinden, stoßen wir eigentlich zwangsläufig auf Formulierungen, die man so nicht als Teil unserer Sprache vermutet hätte. Da tun sich einem ungeahnte verbale Welten auf, ob das nun die aus dem Chinesischen „übersetzte“ Anleitung für den DVD-Player oder die sogenannte Ausfüllhilfe bei den Ämtern ist. An dieser Stelle wollen wir euch ab und an Highlights aus dieser Kategorie präsentieren.

Auf einer Homepage wird das Thema Cloud Computing, das an sich schon manchen Rätseln aufgeben wird, in einem fast schon literarischen Gebilde beschrieben:

„Elastic Load Balancing-Metriken wie Nachfrage-Frequenz und -Verzögerungszeit werden in Amazon CloudWatch protokolliert. (…)
Sie können fehlertolerante Anwendungen erstellen, indem Sie Ihre Amazon EC2-Instanzen in mehrere Availability Zones platzieren. Mit Elastic Load Balancing erreichen Sie eine noch höhere Fehlertoleranz bei einer geringeren manuellen Intervention. Sie erhalten eine verbesserte Fehlertoleranz, wenn Sie Ihre Compute-Instanz hinter einen Elastic Load Balancer platzieren. Der Verkehr wird automatisch über mehrere Instanzen und Availability Zones verteilt und somit auschließlich an fehlerfreie Amazon EC2-Instanzen weitergeleitet. Sie können einen Elastic Load Balancer so einrichten, dass eingehender Anwendungsverkehr auf Amazon EC2-Instanzen in eine oder mehrere Availability Zones verteilt wird. Elastic Load Balancing kann Amazon EC2-Instanzen auf ihre Fehlerfreiheit überprüfen. Werden fehlerhafte Amazon EC2-Instanzen ermittelt, so wird an kein weiterer Verkehr zu diesen fehlerhaften EC2-Instanzen geleitet. Stattdessen erfolgt eine Verteilung an die verbleibenden fehlerfreien Amazon EC2-Instanzen. Sind sämtliche Amazon EC2-Instanzen innerhalb einer Availability Zone fehlerhaft, leitet Elastic Load Balancing den Verkehr an Ihre fehlerfreien Amazon EC2-Instanzen in andere Availability Zones weiter, vorausgesetzt, es wurden zuvor mehrere Availability Zones für Amazon EC2-Instanzen festgelegt. Sobald die betreffenden Amazon EC2-Instanzen wiederhergestellt und fehlerfrei sind, wird der Verkehr erneut an sie weitergeleitet.“

Na, alles verstanden und die Fehler gefunden? 😉

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Tatort Internet gleich Tatort TV?

By Nina | Filed in Internet

Na, da müsste man doch schon alleine bei der Tatsache stutzig werden, dass ausgerechnte RTL II es sich zur angeblichen Aufgabe gemacht hat, gegen Kinderpornografie im Netz vorzugehen… Mehr als reißerisch werden auf dem Sender mutmaßliche Täter an den Pranger gestellt, nun gerät die Sendung selbst ins Visier von Jugendschützern und Co.

Mit drastischen und teilweise unverschämten Mitteln locken die sogenannten Reporter angebliche Kinderschänder in eine Falle. Zwischendurch flimmert natürlich der Slogan des Senders „It’s Fun“ vor und nach den Werbepausen durchs Bild…

Die gezeigten Männer, die alleine aufgrund eines Verdachts an den Pranger gestellt werden, werden nicht ausreichend anonymisiert, so dass nun ein mutmaßlicher Täter von vielen erkannt wurde und massiv unter Druck gerät. Aufgrund der Hinweise der Sendung konnten User einfach über eine Google-Suche Chatname, Beruf, Familienstand und Wohnort herausfinden. Der Mann und seine Verwandtschaft sind nun, nur durch einen reißerischen Verdacht, zur Zielscheibe der Nachbarschaft usw. geworden!

Medienwächter prüfen nun ob der Jugendschutz der Sendung „Tatort Internet – Schützt endlich eure Kinder“ eingehalten wurde und vor allem ob die Persönlichkeitsrechte gewahrt wurden. An der ersten Sendung war übrigens auch Stephanie zu Guttenberg beteiligt, die momentan eh ihren eigenen Medien-Feldzug fährt…

Wie kann man bloß aus diesem sensiblen Thema eine Show machen nur um Aufmerksamkeit und Kohle zu bekommen!? Und sowas darf sich noch Journalismus nennen!

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Seit dieser Woche kann man auch in Deutschland über den Dienst Facebook Places seine Freunde finden und ihnen selbst anzeigen, wo man gerade ist. Dabei meldet man sich einfach in dem Kino, Theater oder Restaurant, in dem man gerade ist an, und schon können meine lieben und treuen Freunde sehen, wo ich bin und was ich mache.

Wer sich lieber auf die Suche nach seinen Feinden begeben möchte, sollte auf den Dienst Facebook Chases setzen. Darüber werden einem gleich die nächsten Feinde der Umgebung angezeigt und man kann sie sofort liebevoll mit einem Baseball-Schläger als Gastgeschenk treffen.

Auf der Suche nach den nächsten Migranten, Nazis, Punks, Muslimen oder auch Frauen, um mal wieder so richtig schön draufzuhauen? Ganz einfach, Facebook Chases zeigt euch ganz genau, wo sie gerade sind und was sie machen. Als spezielles Feauture werden Waffen angezeigt, die sie mitführen und auch Kampfhunde und Gangmitglieder, damit man weiß, in welche Schlacht man zieht.

Umgekehrt funktioniert Facebook Chases natürlich auch. Ängstliche und intolerante Menschen können so gleich sehen, wem sie in ihrer Nähe am besten aus dem Weg gehen. Ach ja, was man in Gesichtsbüchern alles lesen kann! Toll!

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Ach, heute schon euren Anzug poliert? Na, aber natürlich nicht, denn den braucht ihr ja nicht. Dafür könnt ihr meinen Anzug noch reiner polieren. Vielleicht gebe ich euch dafür auch ein bisschen Geld… Ich? Wer ich bin? Na, ich bin natürlich euer Schicksal, denn ich berechne in meinem Maßanzug eure Hartz-IV-Sätze. So, sehen wir also mal, was ein durchschnittlicher Mensch so zum Leben brauchen könnte.

Als ich das letzte Mal einen Supermarkt betreten habe, kostete ein Laib Brot noch zehn Pfennig. Das rechnen wir in Euro um und dann braucht eine sechsköpfige Familie 2 Euro für Brot im Monat, das müsste locker reichen.

Alkohol und Zigaretten streichen wir, das heißt sie brauchen sich auch keine Reinigungsmittel und Kosmetika, in denen Alkohol enthalten ist, kaufen. Wein zum Kochen oder Alkohol für Süßspeisen? Wozu wollt ihr das denn haben?! So viel Luxus seid ihr doch gar nicht gewöhnt! Gibt man euch Alkohol werdet ihr eh gleich abhängig, wo ihr doch so schwache Charaktere seid…

Dann nehmen wir noch drei Euro pro Kind für Hobbys, naja, Kinder haben ja Fantasie und können sich mit Ästen, die sie finden ganze Welten erschaffen! Und was soll so eine Familie schon im Monat essen? Die meisten Deutschen sind eh zu fett, also könnten die ruhig mal abspecken. Ob ich ihnen einen kleinen Zuschlag für aus dem Ausland illegal eingeführte Diät-Pillen gebe?

Am Ende bekommt ihr alle fünf Euro mehr und das müsste ja auf jeden Fall für Brot, Wurst, Käse und Co. reichen. Und wenn ihr spart, dann könnt ihr euch davon vielleicht auch noch einen Urlaub leisten. Was beschwert ihr euch denn, dass ihr keine Arbeit mehr durch die Krise habt? Wer hat die Krise denn verursacht? Oh… *Verkriecht sich in seinem Maßanzug, in den ein Panic Room eingebaut ist*.

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Aktuell bahnt sich mal wieder ein Datenskandal an, wovon es wahrscheinlich auch noch etliche ähnliche Fälle gibt, von denen wir nur noch nichts wissen. Deutschlands größter EC-Karten-Netzbetreiber Easycash hat offenbar von über 50 Millionen Kunden die Daten gesammelt und so eine riesige Datenbank am Kunden vorbei aufgebaut.

Branchenüblich werden Angaben zu Betrag, Zeitpunkt und Ort eines Einkaufs nur für Zahlunsgabwicklungen und eine Sperrdatei gespeichert. Easycash hat damit jedoch eine Datenbank samt Ratingsystem angelegt, das Firmen über das Zahlungsverhalten von Kunden aufklären soll.

Das Zahlen mit EC-Karte und Unterschrift ist für Firmen risikoreicher als das Zahlen mit EC-Karte und Geheimnummer, da sie kein Geld erhalten, wenn das Konto nicht gedeckt ist. Easycash teilte daher die Kunden in gute und schlechte Kunden ein und plante diese Daten wohl an Unternehmen weiterzugeben.

Verbraucherschützer und Politiker haben dieses Vorgehen scharf kritisiert. Easycash ließ dazu nur verlauten, dass alles nach dem Bundesdatenschutzgesetz geschehe. Kontoverbindungen seien ja keine personenbezogenen Daten… Neeeiiin! Wieder einmal mehr wird das sogenannte Vertrauen der Kunden ausgenützt!

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