Muss man dazu noch viel sagen? Also, geht alle auf die Ämter, renkt eure Kniescheiben aus, kugelt eure Gelenke aus und kriecht, schlurft, hüpft und tänzelt über die Büroflure. Wenn man schon gerade im Irrenhaus ist, sollte man sich auch so benehmen:


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Die Welt wurde von einem Mathematiker erschaffen, zumindest die Welt der Bürokratie. Zahlen sind ja auch viel unkomplizierter als Buchstaben, vor allem, wenn es so viele Zahlen sind! Unser beamtischer Schöpfungsmythos scheint sich einzig und allein um geheime Codes zu drehen, die nur wenige wirklich verstehen werden. 10101110010110 Strom ein, Strom aus. Mensch an, Mensch aus.

Nur leider funktionieren unsere Nummern immer noch etwas anders. Bei jeder Behörde hat man eine andere Nummer, bei jedem Behördenbesuch muss man eine Nummer ziehen. Sie tanzen uns um den Kopf, sie tanzen uns im Kopf und dieser Kopf ist eigentlich mit Wörtern gefüllt. Zahlen ohne Sinn und mit Recht ohne Verstand, wobei manche dieser Zahlen scheinen ein merkwürdiges Eigenleben zu entwickeln.

Wenn man nachts ganz leise ist, kann man die Zahlen in den Aktenschränken flüstern hören. Sie verbünden sich zu noch mehr kleineren Zahlen. Sie kommen auf uns zu. Es gibt kein Entrinnen. Wir verheddern uns in Telefonnummern, Steuernummern, Identifikationsnummern, Rechnungsnummern, Tischnummern, Platznummern, Nummernummern… Am Ende werden wir nur noch kleine Nummern von großen Nummern sein und in einem Nummernparadies leben, in denen Zahlen und Ziffern die Herrschaft haben. Wir werden in Nummernhausen, im Zahlenbezirk leben und vom großen Zifferus Kennungsnummerus regiert werden. Heil dir! Es ist bereits zu spät! 10101110010110 Strom ein, Strom aus. Mensch an, Mensch aus.


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Wir werden sie vermissen

By draingirl | Filed in Internet

(Gastbeitrag von draingirl) Martina war langweilig und so surfte sie ein bißchen im Internet. Dabei stieß sie auf eine Seite, die sie schon lang nicht mehr besucht hatte. HappyFacebook. Früher hatte sie dort einen account und sie wurde etwas wehmütig. Sie wollte doch wieder neue Freunde kennen lernen und mit alten Freunden in Kontakt bleiben, sogar welteit! Also beschloss sie, sich wieder einen account zuzulegen. Wieder landete sie bei Schritt eins: „Füge Freunde hinzu“

Gut. Happy Facebook schlug ihr auch prompt zwei Personen vor. Eine davon kannte sie tatsächlich. Sie war früher mit dieser Person auf HappyFacebook befreundet. Komisch. Woher wusste das HappyFacebook? Konnte HappyFacebook etwa hellsehen? War Happyfacebook ein
übernatürliches Web-Intelligenz-hybrid? Nun ja. Martina wollte sich nicht mit solch unhappy Gedanken aufhalten und fuhr in der Anwendung fort.

Im nächsten Schritt schlug HappyFacebook vor, ihr e-mail-Konto nach angemeldeten Freunden zu durchsuchen. Menschen, die noch nicht bei der Partei äh HappyFacebook waren, sollte sofort rekrutiert werden. Hmm…sie beschloss, das Freunde hinzufügen auf später zu verschieben.

Nun sollte sie angeben welcher Schule oder Hochschule sie angehört oder welchen Arbeitgeber sie hat. Das alles dient natürlich der Freundesfindung, die ja das Hauptziel von HappyFacebook ist.“ Ja ja“, dachte sich Martina „immer mit der Ruhe“. Man soll ja nichts überstürzen. Also auch diesen Schritt überspringen und vielleicht endlich zum eigenen Profil gelangen? Nein, denn HappyFacebook legte ihr noch einmal nahe, doch ihren lieben Freund von früher in ihre Freundesliste aufzunehmen.

Also noch einmal Hürdenspringen, schnell ein Foto hochgeladen und vielleicht endlich am Ziel. Schnell noch die e-mail-adresse bestätigen und…Herzliche wilkommen Martina Mist! steht da in fröhlichen HappyFacebook-Farben. Juhuu! Endlich konnte sich Martina hemmungslos vernetzen. Aber inzwischen war sie so ausgelaugt, dass sie gar keine rechte Lust mehr auf noch mehr Arbeit hatte. Vielleicht sollte sie das doch lassen mit diesem HappyFacebook. Außerdem hatte sie böse Gerüchte gehört, HappyFacebook habe die Rechte an alle ihren Bildern in ihrem Profil. Sie glaubte diesen Gerüchten nicht so recht und was da in Artikel 2.1 stand, verstand sie auch nicht so ganz.

Also machte sie sich daran, ihr Konto zu löschen. Bei ihren HappyFacebook Kontoeinstellungen fand sie aber die zauberhafte Option „Konto löschen“ nicht, sondern nur „Konto deaktivieren“. Jaaa…wie war das denn noch mal vor ein paar Jahren? Wie hatte sie es nur geschafft, ihr Konto bei HappyFacebook zu löschen? Mal im Hilfebreich nach „account löschen“ suchen. Jaa! Dort wurde ihr doch tatsächlich ein link angeboten, der ihr zur Auslöschung ihres HappyFacebook Accounts verhelfen sollt, natürlich erst nach einem langen Text, der ihr nochmal erklärte, wie viele Vorteile es doch habe, ihren Account nur zu deaktivieren, anstatt ihn ganz zu löschen. Wie rücksichtsvoll von HappyFacebook, sich so um sie zu bemühen.

Aber Martina entschied sich dafür, nicht wieder mit so einer Webidentität anzufangen und mit Menschen befreundet sein, die im richtigen Leben nie mit ihr gesprochen hatten, zu Schulzeiten beispielsweise. Ein Klick auf „Anfrage senden“, noch ein letztes mal das Passwort eingeben und gelöscht sein! Nein! Noch nicht ganz, denn dieser Vorgang dauerte 14 Tage. „Hoffentlich werde ich nicht wieder schwach“, dachte sich Martina, denn dann wäre der Löschvorgang aufgehoben und HappyFacebook wäre happy darüber, einen Jünger behalten zu dürfen.


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Das Haus, das Verrückte macht

Das Haus, das Verrückte macht

Es war einmal ein Mann, ein verwunschener Mann, der momentan etwas vom Pech verfolgt wurde. Wir nennen ihn jetzt einfach mal Pechmarius. Nach langem Hin und Her hatte unser Pechmarius es geschafft, einen Antrag beim Arbeitsamt zu stellen. Nun stand der erste Termin an, wo er auch noch eine Genehmigung für ein unbezahltes Praktikum einholen wollte. Ja, man bekommt kein Arbeitslosengeld mehr, wenn man ein unbezahltes Praktikum macht, das mehr als 15 Stunden die Woche in Anspruch nimmt. Es sei denn das Amt genehmigt es und man darf dies auch nur einmal tun und auch nur bei bestimmten Einrichtungen, egal ob sie für den eigenen Job wichtig sind oder nicht.

Sich dieser Idiotie bewusst, machte sich Pechmarius also auf den Weg zu seinem ersten Termin beim Amt. Mit dem hochoffiziellen Zettel in der Hand, auf der ihm der hochoffizielle Termin einer Audienz mitgeteilt wurde, ging er also zum angegebenen Raum. Es war der Raum 135. Ob dieser Raum auch ein verwunschener Raum war?

Jedenfalls erschien es Pechmarius so, denn obwohl er pünktlich war, wartete er vor dem Raum, klopfte, niemand öffnete und dann wartete er wieder. Nach einer Stunde Warten reihte er sich am Empfang in die gefühlte 100 km lange Schlange ein. Nach einer weiteren Stunde, kam er endlich an die Reihe und man teilte ihm hochoffiziell mit, dass man auch nicht wüsste, was los sei und er sich in den Warteraum setzen solle.

Pechmarius ging zu Raum 135 zurück um noch einmal sein Glück zu versuchen. Auf dem wahrscheinlich auch verwunschenen Gang traf er eine Kollegin der Mitarbeiterin, mit der er verabredet war. Diese teilte ihm mit, dass die Kollegin heute frei habe. Pechmarius schwoll der Kopf rot an, er blähte die Nüstern und war kurz vor einer Implosion, die andere auch hätte leicht mitreißen können. Als die wahrscheinlich auch verwunschene Mitarbeiterin das sah, erbarmte sie sich seiner und bat ihn in ihren Raum um sich seines Falles anzunehmen.

Als die Mitarbeiterin die verwunschene Praktikumsbescheinigung in ihren verwunschenen Computer eingab, stellte sie fest, dass Pechmarius mit unvollständigen Daten registriert war und dass bei der Praktiukumsbescheinigung ein Kreuz fehlte. Daraufhin lehnte sie das unbezahlte Praktikum ab und bat Pechmarius sich noch einmal am Empfang hinter den sieben Bergen, bei den sieben Zwergen zu melden.

Nach zwei weiteren Stunden warten und vier weiteren Verwechslungen ließ man ihn in einen Raum, wo eine Mitarbeiterin zwei Wörter in den Computer tippte und ihn dann entließ…

Ja, Freunde, so hat es sich wirklich zugetragen. Pechmarius lebt heute in einer psychischen Einrichtung, da er noch zehn weitere solcher Termine versucht hatte, hinter sich zu bringen…

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ich beiß in den sauren Apfel

By draingirl | Filed in Computerkonzerne

(Gastbeitrag von draingirl) Auch ich besitze einen Computer, sonst wäre es mir kaum möglich hier diesen Artikel zu schreiben, es sei denn, ich geh in die Uni, in der es gerade keinen Internetzugang gibt, oder, wenn es einen gibt, der Computer so langsam ist, dass an Artikel schreiben nicht zu denken ist. Oder vielleicht in eines der zahreichen Internetcafés, dessen Publikum sich aufteilt zwischen internetmobbenden Teenies und exhibitionistischen Lustmolchen (Nicht zu verwechseln mit dem Nacktmull Overkill.)

Ich besitze einen Apfel und das wurde mir schon ein bis zweimal zum Verhängnis. Das erste mal, als ein Ram defekt war, was zu schwarzem Bildschirm und komischen Geräuschen geführt hat und mir der Servicemitarbeiter erklärte, das könne vom „unsachgemäßen hin-und herschieben von Dateien“ kommen. Ok, ich wusste nicht, dass das überhaupt geht. Geht es auch nicht, wie mir ein anderer Experte bestätigt. Das nächste mal bitte ich darum, nicht mehr von dieser Fachperson beraten zu werden.

Das nächste Mal bin ich wegen der ratternden Lüftung da und wegen dem Audioausgang. Die Lüftung rattert , der Audioausgang wird insgesamt dreimal ausgetauscht und lässt immer noch zu wünschen übrig. Nach Austausch des Audioausgangs rattert die Lüftung immer noch, denn die hat man vergessen. Außerdem geht der Bildschirm aus, wenn man den Laptop bewegt und erst nach Schütteln wieder an.

Gut. Also wieder hin zum Supporter Team deluxe, das diesmal wieder die Audioausgangsplatine tauscht, ausserdem noch die Lüftung, den Bildschirm und die Hauptplatine und ich frage mich, warum man mir nicht gleich einen neuen Computer besorgt. Der Audioausgang ist immer noch nicht in Ordnung und man vermutet, es liegt an meinem Kabel, doch das Apfelbuch, das ich vorher hatte, hatte mit dem Kabel keinerlei Probleme.

Inzwischen lasse ich mein Kabel bei meinem Lieblingsserviceteam auf Funktion testen und sollte es diesen Text bestehen, werde ich entweder ein passendes Kabel oder einen neuen Laptop fordern.

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Heute nehmen wir euch mit auf eine Reise in ein verwunschenes Land, ein magisches Königreich, das ihr euch in euren kühnsten Träumen nicht vorstellen könnt, ja, ein Land, das so abstrus ist, dass ihr es nicht glauben werdet ehe ihr es nicht selbst gesehen habt. Willkommen im Land hinter den Wobbeln, willkommen in der Servicewüste Deutschland!

Einst konnten sich hier die Aktenberge frei bewegen. Sie waberten von der einen Seite auf die andere. Manchmal trafen sie sich im Ordner B12/137 zu einem kleinen Plausch. Es war eine Zeit, in der bunte Anträge mit ihren vielen Zeilen spielten und Telefonzentralen ihre Kabel schwangen. Was war das für ein Tanz, wenn man sich zum Hauptverwaltungstag traf und zusammen anstieß auf den Fortbestand der heiligen Bürokratie!

Warteschleifen summten Lieder und sagten fröhlich Zahlenkombinationen auf und Telefonanbieter stimmten in diesen Chor mit ein. Es war ein Geben und Nehmen, ein fröhlicher Reigen der Paragraphen, der Vorschriften, der Antragstellungen und der Mahnbescheide.

Doch dann brach das dunkle Zeitalter an. Das fruchtbare und gerade bürokratisierte Land wurde von finsteren Kräften heimgesucht und in den Strudel des Verderbens gerissen. Die Zahlensturzbäche versiegten und die blühenden Aktenwiesen starben. Das Bürokratenreich verwandelte sich in eine Wüste. Alles war trostlos und leer, nur ab und an kam ein Kneul aus alten Kabeln an einem vorbeigeweht. Tanzende Bälle im Wind, traurige Zeugen einer längst vergangenen Zeit.

Menschen machten sich selbst zu Sklaven der Hotlines. Die einst glücklichen Anträge wurden zu Ketten umfunktioniert und die Paragraphen dienten als Daumenschrauben. Finstere Bürokraten und Agenten von sogenannten Callus Centerien regierten eine Welt, die so hohl war, so leer war, dass es kein Entrinnen gab und so manch einer sich dem Wahnsinn hingab… Wann wird der strahlende Held auftauchen, der uns aus diesem Land befreit?

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T. (Tag 1)

By Gentlerocker | Filed in Telefonanbieter

(Gastbeitrag von gentle.rocker) Tag 1

me: Hallo, ähhh, bin ich da richtig bei T.?

T.: Guten Tag! Sobald eine Leitung für Sie frei wird, werden wir Sie an einen unserer fleißigen Mitarbeiter durchstellen, haben Sie nur einen kurzen Moment Geduld!

[nach etwa fünf Minuten Beethoven-Musik, oder war es Mozart??]

T.: Sobald eine Leitung für Sie frei wird, werden wir Sie an einen unserer fleißigen Mitarbeiter durchstellen, haben Sie nur noch einen kurzen Moment Geduld!

[nach etwa fünf Minuten Mozart]

T.: Sobald eine Leitung für Sie frei wird, werden wir Sie an einen unserer fleißigen Mitarbeiter durchstellen, haben Sie nur noch einen kurzen Moment Geduld!

me: f..k you. [aufgelegt].

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(Gastbeitrag von draingirl) Ich habe einen Fehler gemacht. Als ich meinen Telefon und Internetanbieter wechseln wollte, wollte ich erstens meine Rufnummer mitnehmen, hatte den Vertrag aber schon gekündigt (was man laut Angabe des Anbieters auf keinen Fall machen soll) und wollte den Anschluss von meinem ehemaligen Mitbewohner übernehmen. Nun ja, da ich dann doch bemerkt habe, dass man eben nicht vorher kündigen, sondern das alles dem neuen Anbieter überlassen soll, habe ich mich zur Sicherheit telefonisch bei 1&1 informiert.

Nachdem ich mich durch ein Menü gequält hatte, das zur Hälfte aus Tastatureingaben und zur anderen Hälfte aus Sprachbefehlen, die nicht immer erkannt werden besteht lande ich natürlich für die nächsten 10 Minuten in der Warteschleife. Dann erfahre ich, alles kein Problem, wir müssen nur eine Willenserklärung zur Übernahme des Telefonanschlusses schicken, von beiden unterschrieben, dann bekämen sie auch nicht mehr die Meldung, der Anschlussinhaber sei falsch. Gut.

Es vergeht eine geraume Zeit und ich beschließe mich noch einmal zu informieren. Also rufe ich wieder bei 1&1 an. Jaa…sie bekämen die Meldung von Vodafone, der Anschlussinhaber sei falsch. Ich gebe zu bedenken, dass man das doch alles schon per Willenserklärung gelöst habe. Hmm..ach ja..der Name stimmt hier noch nicht, das muss erst im System angeglichen werden. Gut, warum hat man das nicht schon Früher gemacht? Also wird wieder eine mail generiert, die an Vodafone rausgeht. Es vergeht wieder einige Zeit. Ich bekomme einen Brief von 1&1, es tue ihnen leid, dass es etwas länger dauert, da die Nachfrage in meinem Gebiet so hoch ist. Wiederum telefoniere ich mit 1&1.
Hmmm…ja..also wir haben eine negative Rückmeldung von Vodafone, ja, da müssen wir noch einmal eine mail generieren. Sind sie denn der Anschlussinhaber?
Ich erkläre ihnen, dass es nicht daran liegen kann, dass der Anschlussinhaber falsch ist, denn das habe ich ja per Willenserklärung ausreichend geklärt. An diesem Tag telefoniere ich mehrmals zwischen Vodafone und 1&1 hin und her und merke zwischendurch mal bei letzterem Unternehmen an, dass es vielleicht klüger wäre, sich nicht immer nur auf das System zu verlassen, das automatisch mails generiert, denn wenn ein System mit einem anderen System kommuniziert und sie sich denn fehlerhaften Ping Pong Ball zuspielen, kann das ewig so weitergehen, ohne dass eine Lösung gefunden wird. Ausserdem finde ich es bemerkenswert, dass man mir als Grund für die Verzögerung die hohe Nachfrage nennt, wenn es doch einen ganz anderen Grund hat und dass ich in Zukunft gerne besser informiert würde.

Nun gut. Vodafone hat mir inzwischen den Anschlusstermin mitgeteilt, doch bei 1&1 hat sich noch nichts getan. Auch bei Vodafone ist man mir nicht besonders behilflich. Man kann mir keine Bestätigung der Anschlussübernahme und Mitnahme der Rufnummer zukommen lassen, denn die hätte ich gern um 1&1 zu beweisen, dass es rein theoretisch kein Problem geben dürfte.

Ich habe noch etwas Geduld, denn das wird mir bei jedem einzelnen Anruf geraten, und fahre erst einmal zu meinen Eltern nach Hause in der Annahme, dass jetzt, da alles klar ist, der Schaltungstermin auch schon bekannt, es eigentlich keine Probleme mehr geben dürfte. Genau an besagtem Schaltungstermin ruft mich mein Mitbewohner an. Von seinem Handy, denn Telefon sowie Internet sind abgestellt. Wunderbar, ich darf wieder mit meinen Freunden von 1&1 reden. Inzwischen fühle ich mich schon fast wie ein Stammkunde und wir müssten uns eigentlich wie gute Bekannte begrüßen, das wird aber nie passieren, da jedes Mal ein anderer Mitarbeiter mit mir spricht, der nicht mit dem Fall vertraut ist.

Ein paar meiner Nerven später kommt heraus, dass es da wohl einen Systemfehler gibt, sie wüssten nicht genau wo das Problem liegt und wann sie es beheben können, ich solle einfach noch ein wenig Geduld haben. Drei Wochen später bin ich so entnervt, dass ich die Dame am Telefon bitte, mir einfach irgendeine Nummer zu geben, wenn das mit der Rufnummernmitnahme nicht hinhauen will. Daraufhin erst hakt sie nochmal bei der Technik nach und, oh Wunder, eine Rufnummer, die es nicht mehr gibt (das Telefon war ja schon 3 Wochen tot), kann man auch nicht portieren. Ich müsse einen neuen Vertrag abschließen, das koste dann 24,95 einmalige Anschlussgebühr.
-Nein nein nein, ich hatte ein Sparangebot gebucht, bei dem die Anschlussgebühr entfällt.
Ja, aber da der Vertrag nicht zustande kommt, denn sie hatten ja eine Portierung der Rufnummer bestellt, haben sie keinen Anspruch mehr auf dieses Sparangebot.
-(An dieser Stelle bin ich etwas laut geworden, ich wäre noch lauter geworden, hätten mir die Worte nicht gefehlt)
Gut, lassen sie uns wissen, ob sie Interesse an einem neuen Vertrag haben.
Ich ließ sie am nächsten Tag wissen, dass es sich ausgeeinsundeinst hat. Sie lassen mich im Gegenzug wissen, dass ich den Vertrag, der nach ihrer Aussage nicht zustande kommt, stornieren muss.

Am gleichen Tag hab ich das Paket bei Unity Media bestellt. Ein paar Tage später war alles installiert, anfängliche Probleme wurden schnell behoben und das Netz war schnell wie nie. Kurz darauf stand ein Techniker vor der Tür, der einen Anschluss für meinen ehemaligen Mitbewohner installieren wollte.Von welchem Auftraggeber, da hat er keine Ahnung, vielleicht Vodafone oder 1&1. Daraufhin habe ich doch den nicht vorhandenen Vertrag storniert.

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Eine weibliche Stimmen quäkt einem ins Ohr:

  • Hallo, Brille42, was kann ich für Sie tun? Interessieren Sie sich vielleicht für das neue Modell „Bad Oldenburg“, das jedes Gesicht schöner macht oder vielleicht für das Modell „Oberwildwedel“ mit doppeltverspiegelten Dreifachgläsern und Spannweitenverstärker oder
  • Hallo, also eigentlich…
  • Ach, Sie suchen mehr nach etwas eigentlichem, da haben wir etliche essentielle Angebote, die Sie wahrscheinlich waaaahnsinnig interessieren werden. Wie wäre es zum Beispiel mit dem Modell „Capri trifft auf Niederockestätt“ mit…
  • Nein, ich habe bereits einen Brille bei Ihnen gekauft, ich wollte…
  • Ach, Sie wollen ein zusätzliches Sicherheitsmodell, falls Sie das aktuelle Modell verlieren oder vielleicht gefällt Ihnen auch die Sonnenbrille „Marbella in Hinterblokenburg“ mit…
  • Nein, ich brauche keine andere Brille, ich habe ein Problem mit meiner bestellten, die ich hier in den Händen halte!
  • Was?! Das kann doch gar nicht sein! Um welches Modell handelt es sich denn?
  • Das weiß ich jetzt nicht, das ist auch eigentlich total egal, denn…
  • Also, ist es mehr ein eigentliches Modell. Wie kann man nur so wenig wert auf das Modell legen?! Das Modell macht doch erst die Brille aus! Sie verstehen überhaupt nichts von Ihrem Handwerk!
  • Wieso von meinem Handwerk, deswegen rufe ich Sie doch an, weil Sie die angeblichen Experten sind!
  • Ja, das ist aber nett, dass Sie das bemerken, ja, wir sind die Experten… Kommen wir also wieder zu Ihrem Modell „Eigentlich“.
  • Ich bin mir sicher, dass es nicht das Modell „Eigentlich“ ist!
  • Was nun, können Sie sich nicht entscheiden?!
  • Es geht darum, dass Sie meine Gläser wohl falsch geschliffen haben! Ich habe auf Ihrer deutschen Seite eine Brille bestellt, die nach 14 Tagen bei mir sein sollte. Lange habe ich nichts von Ihnen gehört und dann bekomme ich nach einem Monat eine E-Mail aus Hongkong mit der Nachricht, dass ein Paket an mich unterwegs ist.
  • Ja, und? So ist das eben bei uns. Haben Sie etwas gegen unsere chinesischen Freunde! Also, hätten wir gewusst, dass Sie ein Rassist sind, hätten wir keine Brille und erst recht nicht das Modell „Eigentlich“ an Sie verkauft!
  • Ich bin doch kein Rassist! Ich wollte lediglich sagen, dass ich nicht wusste, dass meine Brille in China hergestellt wird und doch etwas überrascht darüber war. Zumal ich das Paket auch Tage nach meiner E-Mail nicht hatte und dann eine Nachricht vom Zoll im Briefkasten hatte, dass mein Paket dort am anderen Ende der Stadt abzuholen sei.
  • Und wo ist Ihr Problem mit dem Modell „Eigentlich“? Sie haben es doch!
  • Es ist nicht das Modell „Eigentlich“! Das gibt es doch gar nicht! Und das Problem ist auch nicht das Modell, sondern die Gläser, die sind falsch und ich sehe nur verschwommen.
  • Dann sind wohl Ihre Augen falsch! (Legt auf…)

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